Aktuelles
Zukunftsforum Keramik
Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand
Die Keramverbände und die Deutsche Keramische Gesellschaft haben in Kooperation mit der Universität Bayreuth zum Zukunftsforum Keramik eingeladen. Am 25. und 26. Februar 2026 haben Wissenschaftler und Wirtschaft über Nachhaltigkeit, Digitalisierung, optimierte Messtechnik und Simulation in der Verfahrenstechnik diskutiert.
Ziel der von Dr.-Ing. Markus Küster, Referent Energie- Klima- & Umweltpolitik der Keramverbände in Selb, koordinierten Tagung war es, ein Forum des Austauschs zu schaffen sowie Forschungsprojekte anzustoßen. Dies ist in den gut besuchten Fachforen und den Podiumsdiskussionen gelungen.
SDKG-Präsidentin Dr. Angelika Priese, VKI-Vorsitzender Dr. Lars Schnetter und der Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth, Prof. Dr. Stephan Tremmel, konnten bei der Eröffnung zahlreiche Vertreter von Keramikherstellern und Wissenschaft begrüßen.
Deutlich geworden sind während der Konferenz u.a. die unterschiedlichen Einsatzfelder von KI in der Keramik und die Potentiale des Werkstoffs in neuen Anwendungsgebieten.
26.02.2026
Wirtschaftsdialog: Offenes Wort!
Wirtschaftsvertreter aus unterschiedlichen Branchen vom Maschienenbau über die Textilindustrie bis hin zu Speditionen sind in der Geschäftsstelle des Bundesverbandes Keramische Industrie e.V. im Dialogformat "Offenes Wort" mit der CSU ins Gespräch gekommen.
Mit Bundesminister a.D. Dr. Hans-Peter Friedrich, Finanz-Staatssekretär Martin Schöffel MdL, Landrat Peter Berek und dem 2. Bürgermeister der Stadt Selb Carsten Hentschel ging es sehr konkret um die Erwartungshaltung des Mittelstandes, die politischen Prioritäten auf allen Ebenen zu ändern. In der dramatischen Lage vieler heimischer Betriebe muss die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit die absolute Priorität haben.
Steuersenkungen müssen in nennenswertem Umfang zwingend kommen, wenn die Konjunktur wieder Fahrt aufnehmen soll. Alternativlos sind Sozialreformen, die zu niedrigeren Lohnnebenkosten führen. Von der CSU wird auch erwartet, in Berlin gegen Widerstände die rein nationale CO2-Abgabe für mittelständische Werke auszusetzen, die Wettbewerber selbst im EU-Binnenmarkt nicht schultern müssen. Kritik gibt es an der bürokratischen Ausgestaltung des Industriestrompreises, den große Teile der Industrie gar nicht nutzen können.
Völlig inakzeptabel ist, wenn Bundeskanzler Friedrich Merz faktenbasiert die durchschnittlichen Arbeitszeiten in Deutschland mit den Arbeitszeiten der Nachbarn vergleicht, ein medialer Shitstorm im Land beginnt.
Es ist Fakt, dass wir uns bei Spitzenwerten an Urlaubstagen und einer hohen Quote an krankheitsbedingten Fehltagen auch im Vergleich eine geringeres Arbeitsvolumen (im Durchschnitt) leisten. Neben Flexibilisierungen im Arbeitsrecht, auch bei der Arbeitszeit und dem TzBfG, werden Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich aus dem Tief gemeinsam herausarbeiten müssen.
Dies gilt ebenso für den Öffentlichen-Dienst, der sich effektiver und schlanker aufstellen muss. In den nächsten Jahren können Tariferhöhungen im Öffentlichen-Dienst nur sehr moderat vorgenommen werden. Ein anderer Weg ist den Steuerzahlern nicht mehr zu vermitteln.
Mehrere Diskussionsteilnehmer berichteten, dass bei ihnen vom Bürokratieabbau nichts ankommt. Im Gegenteil, was das geplante Tariftreuegesetz und das Entgelttransparenzgesetz auslösen, ist erheblich. Kritisch wurde ebenfalls über das Vergaberecht und das für den Transformationsprozess ungeeignete EU-Beihilferecht gesprochen.
Enttäuscht waren besonders die Industrievertreter, dass die Grünen im EU-Parlament das wichtige Mercosur-Freihandelsabkommen mit extremen Abgeordneten von links sowie rechts blockiert haben. Dieses den Industriestandort Deutschland massiv schädigende Abstimmungsverhalten ist nicht mehr nachvollziehbar!
Bei den Keramverbänden sind in der Bundesgeschäftsstelle in Oberfranken alle demokratischen Parteien auf ein "Offenes Wort" herzlich willkommen.
27.01.2026
von links: Martin Schöffel (Staatssekretär, MdL), Matthias Müller (Vorsitzender CSU-Selb), Christoph René Holler (Hauptgeschäftsführer Keramverbände)
























































































